Veränderung
Dass ich einen neuen Job brauche, ist für mich indessen sicher. Jetzt denke ich darüber nach, wie ich das am Besten strategisch plane.
Ein einfaches Unterfangen wird es bestimmt nicht, dafür bin ich wohl schon einen Tick zu alt - und ehrlich gesagt für viele Bereiche auch schlicht überqualifiziert. Zwei Mal wird mir ein Wechsel in einen anderen Job vermutlich nicht gelingen. Deswegen ist zu überlegen, jetzt noch eine Weile auszuharren und dann schließlich den Wechsel von Familienstand, Beruf und Lebensumfeld in einem Rutsch zu vollziehen. Dabei habe ich durchaus auch eine mögliche Selbstständigkeit im Hinterkopf, auch wenn das nicht einfach wird. Aber was ist schon einfach im Leben und wenn ich frei bin zu gehen, wohin ich möchte, könnte ich auch dahin gehen, wo ich jemanden finde, der mich unterstützt. Möglichkeiten gäbe es in dieser Richtung.
Nun überlege ich, wie ich die Zwischenzeit ohne allzu großen Schaden zu nehmen, überstehen kann. Dabei fallen mir die Manuskripte in der Schreibtisch-Schublade wieder ein. Und die Idee für einen Roman, die sich schon lange in meinem Kopf festgesetzt hat. Mag sein, es ist jetzt die Zeit, diese Dinge fertig zu stellen und auf den Weg zu bringen. Für die zwei angefangenen Bücher gibt es sogar schon einen Verlag. Und für den Roman müsste ich noch intensiv in die Recherche einsteigen, weil es nichts gibt, was nerviger ist, als ein schlecht recherchierter Roman. Damit werde ich sicher eine Weile beschäftigt sein - aber genau das was es ja, was ich erreichen wollte.
Das Wochenende werde ich also nutzen, mal in meine Schreibtisch-Schublade zu schauen und zu sehen, was an den beiden angefangenen Büchern noch getan werden muss. Und zu recherchieren, was die Konkurrenz in dieser Richtung bereits abgearbeitet hat. Und dann denke ich weiter.
Es bleibt spannend - das Leben.
goldfederchen - 27. Jun, 11:20
26 mal gelesen
Wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe, wähle ich in der Regel zwischen schwarzen und schwarzen und dunkelgrauen Klamotten. Aufpeppen tue ich das dann aber mit farbigen Accessoires, oft Schals oder Tücher. Bis auf Farben, die mir überhaupt nicht stehen, wie grün oder gelb *ürgs*, habe ich Teile in vielen verschiedenen Farben.
In den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie sich meine Farbwahl verändert hat. Habe ich erst noch die kühlen Blau-Türkis-Töne ausgewählt, trage ich in der letzten Zeit sehr viele Rot-Orange-Kombinationen.
Meine Freundin, die sich mit Farben sehr gut auskennt und sehr genau über deren Wirkung Bescheid weiß, lachte sich eins dabei und bemerkte, dass ich wohl viel Energie brauchen würde für die Zeit, die nun kommen soll. Und dass ich meinen etwas unterkühlten, distanzierten Standpunkt offensichtlich wenigstens ein Stück weit aufgegeben habe.
Gerade in diesem Moment lachen mich oft erdige, warme Töne an, ich muss sie mal fragen, was nun wieder dahinter steckt ;-)
Edit: ich habe gerade selber nachgesehen: Braun wählen wir, wenn wir beschützt sein wollen. Ups, das gibt mir jetzt wieder zu denken....
goldfederchen - 9. Apr, 11:28
167 mal gelesen
Meine Recherchen ergaben, dass ich meine Idee erst einmal weiter verfolgen kann. Das ist ja an sich schon mal positiv. Und dann habe ich mich nach Büchern umgesehen, die hilfreich sein könnten. Einige habe ich in der Bibliothek bestellt, eines über Amazon. Schaden kann es ja auf keinen Fall, auch in beruflicher Hinsicht. Sich besser verkaufen zu können, ist immer von Vorteil. Und da kann ich bestimmt noch einiges lernen. Ich bin mal gespannt.
Und warum sollte ich nicht schaffen, was Millionen anderer Frauen unter deutlich schlechteren Bedingungen auch schon geschafft haben.
goldfederchen - 28. Mrz, 15:37
163 mal gelesen
Heute früh habe ich einer Eingebung folgend noch etwas ausprobiert. Das wiederum funktionierte wider Erwarten recht gut und brachte mich auf eine neue Idee.
In den nächsten Stunden werde ich also ein wenig recherchieren, dann viel arbeiten und fotografieren - und dann wird es vielleicht ein neues Buch von mir geben. Wenn ich trotz guter Kontakte zur "Szene" keinen Verlag finde, der mir eine Summe X für meine Arbeit zahlt, werde ich das Werk online vermarkten. In dem Bereich, in dem ich nebenbei arbeite, ist das ein übliches Vorgehen. Und vielleicht schaufelt es den einen oder anderen Euro doch noch in die Kasse, auch wenn mir klar ist, dass damit keine Reichtümer zu erarbeiten sind. Eigentlich macht das aber nichts, ich habe dann nur vielleicht nicht mehr so sehr das Gefühl, allem so ausgeliefert zu sein.
Was ich allerdings noch lernen muss, ist dann auch selbstbewusst mit meinen kreativen Ideen umzugehen. Solange wie die Vermarktung jemand anderes für mich übernommen hat, ist das kein Problem. Aber alles, was ich alleine mache, ist in meinen Augen nie gut genug. So habe ich zwar etliche Designs in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht, aber ganz viele andere Entwürfe von mir sind eben auch frei im Netz verfügbar.
Einen neuen Anfang in diese Richtung habe ich allerdings gerade schon auf den Weg gebracht.
goldfederchen - 28. Mrz, 11:15
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Nachdem ich mich ja nun endlich zur Trennung vom Göttergatten im nächsten Jahr durchgerungen habe, mache ich mir natürlich um alles und jedes Gedanken. Hauptsächlich im Augenblick um die finanziellen Geschichten.
Als ich vergangene Woche die erste Bettwäsche für meinen neu zu gründenden Hausstand gekauft habe, habe ich noch lange mit mir gerungen, ob das wohl moralisch in Ordnung geht. Nach einer Weile überlegen ging mir dann aber auf, dass ich ja selber auch arbeite und so zum Haushaltseinkommen beitrage. Was ich letztlich mit meinem Geld mache, ist meine Sache, auch wenn alles in einen gemeinsamen Topf fließt. Seitdem ist das mit dem schlechten Gewissen vorbei.
Und nun sitze ich hier und überlege, was für Kosten ich berücksichtigen muss, wenn ich von hier fortgehe. Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Telefon und Internet, Rundfunkgebühren, und nicht zu vergessen, die Fahrtkosten zur Arbeit. Dabei ist mir immerhin schon mal klar geworden, dass ich mir das Auto vermutlich nicht leisten kann. Vielleicht ginge es, wenn es bezahlt wäre - ist es aber nicht. Und ein bisschen zwickt mich das, weil mich die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast zwei Stunden täglich zusätzlich kosten wird. Wenn ich dann noch überlege, aus meiner Dreiviertelstelle eine Vollzeitstelle zu machen (so sich das überhaupt irgendwann realisieren lässt im öffentlichen Dienst), kommen noch einmal zwei Stunden am Tag dazu. Dann brauche ich in der Wohnung eigentlich keine Möbel mehr, nur noch ein Bett.
Und dann ist immer noch fraglich, ob das Geld am Ende reicht, dass ich zur Verfügung habe. Und wenn es meiner Überzeugung nicht so grundsätzlich zuwider laufen würde, könnte ich fast verstehen, warum es Menschen gibt, die lieber von Hartz IV leben statt arbeiten zu gehen. Es könnte auch für mich unterm Strich dabei rauskommen, dass ich dann mehr Geld hätte.
Na ja, ein bisschen was hätte ich ja zuzusetzen, und so die nächsten dreißig Jahre kann ein Mensch ja auch von Steinsuppe und Leitungswasser leben.
goldfederchen - 28. Mrz, 08:38
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... verreisen. Wieder mal. Heute zieht es mich nach Kopenhagen, über das ich gerade einen Bericht in einem anderen Blog las. Was ich da möchte? Das verrate ich nicht, aber es hat viel mit Farben und sinnlichen Dingen zu tun ;-)
Die letzten, sehr ruhigen Tage haben mir gut getan. Ein paar mehr davon wären sehr schön, aber am Dienstag ist es damit vorbei, Überstunden sind stattdessen angesagt. Egal.
Ich habe viel ausgemistet und rumgekramt. Am liebsten würde ich manche Dinge schon in Kartons verpacken. Aber so weit ist es ja noch lange nicht. Meine Zeit wird kommen und ich ahne inzwischen schon, dass es mir dann deutlich besser gehen wird.
goldfederchen - 22. Mrz, 09:30
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Heute vormittag war ich unterwegs und aus einer Laune heraus, habe ich schöne bunte Bettwäsche gekauft. Nein, nicht für den großen Schrank im Schlafzimmer. Sie liegt originalverpackt in einem Umzugskarton. Und wartet, bis sie gebraucht wird.
Ein Stapel Wohnzeitschriften wanderte auch in meine Tasche. Ich werde mir jetzt gleich eine Kanne Tee kochen und sie langsam durchblättern.
Pläne machen kann so schön sein.
goldfederchen - 18. Mrz, 14:45
195 mal gelesen
Mir stand schon lange nicht mehr der Sinn so sehr nach Veränderungen wie im Augenblick. Dazu passt, was ich gerade in einem Interview las:
Das Leben ist nicht etwas - es ist die Gelegenheit zu etwas.
Noch kann ich nicht absehen, welchen Weg oder welche Wege ich einschlagen werde. Und manches wird vielleicht für Außenstehende auch nicht sofort sichtbar sein. Aber hier ist der Punkt, an dem ich abbiegen werde.
goldfederchen - 17. Mrz, 17:41
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