Leben
Das Wetter ist heute einfach sommerlich traumhaft, auch weil es heute ja noch nicht soo unerträglich heiß werden soll wie in den kommenden Tagen. Da passt es gut, dass ich heute Nachmittag frei habe. Und nicht einmal der lange vereinbarte Arzttermin stört, ich werde ihn einfach mit einem netten Spaziergang verbinden. Ich freu mich schon drauf :-))
goldfederchen - 1. Jul, 09:23
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Nach der Sitzung heute früh in sehr gereizter Stimmung und ohne jede Wertschätzung für geleistete Arbeit habe ich mehr denn je den Wunsch, diesen Job einfach hinzuwerfen und in einer anderen Stadt etwas völlig anderes auf die Beine zu stellen. Und je länger ich darüber nachdenke und je lauter die Stimme nach Veränderungen schreit, umso mehr melden sich auch Bedenken und Ängste zu Wort. Und ich ahne, dass ich noch eine Weile aushalten muss, bevor ich ruhigen Gewissens fortgehen kann.
Früher war das einfacher. Da habe ich kommentarlos meinen Job gekündigt, meine Sachen gepackt und bin umgezogen. Manche nannten das damals auch Weglaufen. Und ein Stück weit ist es das sicher auch gewesen. Nun aber bindet mich die Verantwortung für die Kinder stärker als ich es jemals für möglich gehalten hätte, an einen ungeliebten Ort. Ich hätte mich schon damals nie darauf einlassen dürfen, in eine Stadt zurückzukehren, in die ich niemals wieder wollte.
Ich versuche, in den kommenden Monaten und Jahren meinen Wunsch und mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Und ich hätte gerne mehr Mut für meine eigenen Wünsche und Träume einzustehen und nicht so vieles einfach widerspruchslos hinzunehmen.
goldfederchen - 25. Jun, 14:44
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Auch wenn ich die Schmerzen noch immer nicht wieder im Griff habe, geht es langsam bergauf. Immerhin kann ich schon gelegentlich lächeln ;-)
Glücklicherweise ist heute Freitag, das Wochenende ist deutlich früher als an anderen Freitagen in Sicht, weil ich endlich mal schon am Mittag Feierabend machen kann. Und vermutlich werde ich auf dem Sofa versacken und mich ausruhen. Das gönne ich mir einfach.
goldfederchen - 20. Jun, 06:59
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Da liegt ein Wochenende hinter mir, dass von großem Glück bis zu einem erneuten bösen Schlag alles, aber wirklich auch alles zu bieten hatte.
Ich hatte Besuch von meiner Freundin aus B. Sie lädt ihre Probleme im gleichen Maße bei mir ab, wie sie von mir Rechenschaft für bestimmte Verhaltensweisen einfordert. Geben und Nehmen - auch manchmal bis an Grenzen. Aber es ist okay. Es tut mir gut, wenn sie da ist, weil wir uns sehr nah sind und weil wir uns oft genug auch wortlos verstehen.
Auf der anderen Seite lieferte ein Telefonat mit meiner Mutter wieder ausreichend Stoff zum Nachdenken. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, dass Anfang des Jahres mein Onkel so sehr qualvoll an Lungenkrebs gestorben ist. Seine Frau versucht noch, mit dem Erlebten fertig zu werden - und bekam jetzt die Diagnose, dass auch sie an Krebs erkrankt ist. Was muss das für ein böses Gefühl sein, wenn man ein Jahr lang miterlebt hat, wie der Liebste an Krebs erkrankte, durch diverse Chemotherapien und Bestrahlungen ging, Hoffnung schöpfte und wieder verlor und am Ende äußerst qualvoll starb. Wie betrachtet man seine eigene Erkrankung, wenn man noch keine Zeit hatte, das Erlebte zu verarbeiten? Ich mag gar nicht weiter darüber nachdenken und weiß aber schon, dass es mich sehr bedrücken wird.
Manchmal hat man das dumme Gefühl, auf der Bühne herumzustehen und nicht einmal Statist zu sein.
Stanislaw Jerzy Lec (1909-66), poln. Schriftsteller
goldfederchen - 16. Jun, 09:18
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Alle Mails sind beantwortet - endlich. Nun kann ich mich einigermaßen entspannt zurück lehnen und schauen, dass ich bei der Arbeit alles hinbringe. Da machen uns personelle Engpässe zu schaffen und es sind mal wieder Überstunden angesagt.
Nun gut, seien wir dankbar, dass wir überhaupt Arbeit haben. Oder so was in der Art ;-)
goldfederchen - 15. Mai, 12:46
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Nach meinem Tobsuchtsanfall von Freitag ist langsam Ruhe eingekehrt. Ausgestanden ist die Sache noch nicht - sie wird dieses Mal Konsequenzen haben. Wohl nicht für mich, auch wenn ich bestimmte Strategien und Gedankengänge wohl noch einmal sehr kritisch hinterfragen muss. Und, so schwer mir das auch fallen wird, wohl meine Sichtweise verändern muss. Wie auch immer. Dieses Spiel spielt niemand ein zweites Mal mit mir.
Schon Freitag Nachmittag hatte ich dann kurzerhand alle Verabredungen und Vereinbarungen und Pläne für das lange Wochenende gestrichen. Schlafen sollte angesagt sein, ausruhen, lesen, rumgammeln. Und ich habe das selten so konsequent durchgehalten wie dieses Mal. Außer vielleicht der Sache mit dem Schlafen, das funktioniert einfach noch nicht wieder. Aber das stört mich ja nicht weiter, ich halte sehr lange auch mit wenig Schlaf durch.
"Der Kopf ist rund, das mit das Denken seine Richtung ändern kann." Keine Ahnung, wer das mal gesagt hat. Aber ich spüre, dass gerade das mein Denken seine Richtung ändert. Und ganz anders marschiert, als ich je erwartet hätte. Vielleicht ist das noch nicht der richtige Weg, aber gelegentlich kommen Impulse ja aus völlig unerwarteten Richtungen.
goldfederchen - 12. Mai, 14:36
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Immer am Ende eines Jahres habe ich zurück geblickt auf das abgelaufene Jahr und mir gesagt, viel schlimmer kann es kaum noch kommen. Meistens habe ich mich dann trotzdem nicht getraut, weit in die Zukunft zu sehen.
Dieses Jahr habe ich mit dem Vorsatz begonnen, dass es besser werden muss, als all die schweren vergangenen Jahre.
Nun haben wir unterdessen Mai und dieses Jahr steckt so voller Überraschungen der bösen Art, dass ich schon wieder anfange, nur noch zu Boden zu schauen und zu hoffen, dass ich mich irgendwie unbeschadet durch den Tag mogeln kann. Wenn ich mich ganz leise und unauffällig verhalte, merkt das Leben vielleicht nicht, dass es mir doch mal wieder einen reinwürgen könnte.
Leider verträgt sich das nicht mit meinem rebellischen Geist. Und im Augenblick wäre mir nach wüten und schreien und toben. So, wie ich es noch nie gemacht habe in meinem Leben. Und mir ist danach, schreiend und tobend endlich mal jenes Glück und jene Liebe einzufordern, von der ich glaube, dass ich ein Recht darauf habe nach all diesen verdammten Jahren. Dann aber erschrecke ich vor meinen eigenen Gefühlen und denke daran, dass jeder im Leben das bekommt, was ihm zusteht. Vielleicht habe ich kein Recht, mehr zu fordern von diesem Leben. Dann zieht es mich zurück in mein Schneckenhaus und ich schweige und wende mich mehr und mehr ab von dem Leben - und vor allem von den Menschen.
Nein, ich bin eigentlich nicht traurig, es geht mir im Gegenteil sogar recht gut. Ich bin wütend, sehr wütend - und das macht mich nachdenklich.
goldfederchen - 9. Mai, 06:53
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Im Augenblick laufe ich im Dauerlauf durch das Leben. Und das, wo Laufen eigentlich ja noch nie meine wirkliche starke Seite war. Nun gut, ich nehme es so hin und denke, dass es irgendwann auch wieder anders wird.
Ich merke auch, das ich gerade wieder versucht bin, auf die dunkle Seite abzurutschen und ich kämpfe heftig dagegen an. Wenn mir die Farben abhanden kommen, muss ich mir meine Welt halt bunt anmalen, mal einen Augenblick innehalten und mich auf meine Stärken besinnen. Denn eigentlich lief es ja in mir recht rund in diesem Jahr und ich habe Dinge angepackt, die ich lange vor mir hergeschoben habe.
Alles wird gut. Oder so.
goldfederchen - 29. Apr, 09:11
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Im Augenblick habe ich wenig Lust zum Bloggen. Und das geht wohl nicht nur mir so. Es gibt wenig zu erzählen, ich dümpele so vor mich hin - und es war ja eigentlich auch genau das, was ich eine Zeitlang mal gerne wollte. Es stört mich nicht, ich schotte mich ab von der Umwelt, versinke in meinen eigenen Gedanken. Ich bin mir selbst genug.
goldfederchen - 22. Apr, 19:38
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... der mit guten Nachrichten beginnt. Wäre toll, er ginge auch so weiter ;-) *hoffnungnichtaufgeb*
goldfederchen - 17. Apr, 09:06
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