Kinder
Die letzten zehn Tage haben tiefe Spuren hinterlassen, in meinem Herzen und in meinen Gedanken. Ich versuche nun zu begreifen, was da passiert ist, aber das ist irgendwie noch ziemlich schwierig für mich. Vermutlich, weil ich ja mit vielem gerechnet hatte, aber niemals damit, in eine solche Geschichte hinein gezogen zu werden. Das sind Dinge, die immer nur anderen passieren, aber nie einem selber.
Nun gut, das Thema ist jetzt ausgestanden, es kehrt langsam wieder Ruhe ein und das lange Wochenende hilft ganz sicher auch. Jedenfalls freue ich mich schon riesig darauf.
Nebenbei plane ich noch eine Überraschung für einen Freund und lache mir schon mal ins Fäustchen dabei. Ich bin schon riesig neugierig, was er dazu sagen wird - und wieviel Spaß er wirklich versteht ;-)
goldfederchen - 8. Mai, 10:31
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Über dieses Thema hörte ich heute Nachmittag einen Bericht im Radio:
http://fm4.orf.at/connected/222154
Die Moderatorin unseres Senders hatte überhaupt kein Verständnis für derartige Vorkommnisse und sagte dann über diese Gruppen, dass sie wohl auch eine Bratwurst verprügeln würden, wenn gerade nichts anderes da wäre. Vielleicht, so die Moderatorin weiter, weil ihr eigenes Leben so erbärmlich und armselig ist.
Meine Tochter ist auch ein Emo und ich beobachte sehr genau, wie sie sich gibt, was sie tut, mit welchen Leuten sie sich trifft. Nicht, weil ich ihr nicht vertrauen würde, sondern einfach, weil ich verstehen möchte, was passiert. Meine Tochter weiß das, findet das gut und unser Verhältnis war schon lange nicht mehr so gut und ausgeglichen, wie in den vergangenen Wochen.
Was habe ich doch für ein Glück mit meinen tollen Kindern gehabt.
goldfederchen - 8. Apr, 17:52
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Als ich heute von der Arbeit heimkam, wurde ich schon sehnsüchtig erwartet. Das Tochter-Kind hatte eine Freundin mit nach Hause genommen, die dringend mal eine Ohr zum Zuhören und eine Umarmung zum Trösten brauchte. Liebeskummer - mit 15 geht dann die Welt unter, und vermutlich nicht nur mit 15. Leider setzt sie der junge Mann mit reichlich unfairen Mitteln unter Druck und letztlich können beide weder mit ihren Gefühlen noch mit den Bedingungen, die das Leben in diesem speziellen Fall mit sich bringt, umgehen.
Aber immerhin, das traurige Mädel fand ein Ohr und eine Umarmung, kluge Ratschläge habe ich mir verkniffen. Die hört man in solch einer Situation ohnehin nicht wirklich gern.
Erschrocken war ich ein bisschen, als das Mädel erzählte, dass ihre Mutter sie nie in den Arm nehmen würde. Sie hat schon oft erzählt, dass es zu Hause mit der allein erziehenden Mutter immer wieder Streit gibt. Strafen und Geschrei sind wohl an der Tagesordnung. So kommt sie immer öfter zu uns und freut sich, wenn ich sie mal in den Arm nehme oder die beiden Mädels mal irgendwohin mitnehme. Und sei es nur, dass wir gemeinsam ins Kino gehen. Das machen wir nämlich am Wochenende *freu*
goldfederchen - 8. Apr, 17:43
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Wie motiviere ich einen fast 19-jährigen jungen Mann, sich mal um seine Zukunft zu kümmern? Nächstes Frühjahr macht mein Sohn Abitur, Bewerbungen um Ausbildungsplätze muss er in diesem Sommer schreiben.
Aber er kann sich nicht einmal aufraffen, sich um Firmen zu kümmern, die die kombinierte Ausbildung-Studium-Variante anbieten, die er gerne machen möchte.
Was tun?
goldfederchen - 27. Mrz, 09:23
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Meine Tochter hat tatsächlich mit ihren Freundinnen über den Streit und die beiden Feiern gesprochen. Und während die Anderen noch unsicher waren, wie sie nun reagieren werden, hat mein Kind gehandelt und beide Feten abgesagt. Sie hat Beiden angeboten, sich jeweils einzeln mit ihnen zu treffen und hat auch beiden erklärt, warum sie nicht kommt und was sie von solchen Aktionen hält.
Ich glaube, mein Kind ist an dieser Geschichte wieder ein Stückchen gewachsen. Und auch das ist ein Grund zur Freude. Danke, dass Ihr mich in meiner Entscheidung unterstützt habt :-))
goldfederchen - 5. Feb, 16:40
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Es ist ein schönes Gefühl, nach Hause zu kommen und von einem türrahmenfüllenden 2m Mann in den Arm genommen zu werden, der dann leise sagt: "ich hab dich lieb .......... Mama."
Edit: Nein, weder eine schlechte Arbeit noch chronischer Geldmangel. Schlicht: Hunger *gg*
goldfederchen - 9. Jan, 15:07
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Das Tochterkind war heute beim Friseur. Und da ich das letzte Mal mit denen gesprochen hatte, so von wegen Farbe im Haar, hat mein Kind nun blaue Strähnen im Haar. Sie hätte die lieber reingefärbt gehabt, aber weil sie sich ihre im Original braunen Haare schon schwarz gefärbt hat, ging das nicht. Und mir war das auch lieber so. Aber die blauen Strähnen sehen total süß aus (welch Wunder, ist ja schließlich auch meine Tochter *gg*) und sind nur ange- wie auch immer, irgendwie sind sie befestigt und lösen sich irgendwann wieder. Dann gibt es eine andere Farbe, vermutlich knallrot.
Mit 16 darf man ruhig ein wenig rebellisch sein, und selbst wenn sie sich auffallend punkig kleidet und ihre Haare knallig färbt, bleibt sie ja immer noch dasselbe Mädchen, dass sie immer war und dass ich so sehr mag. Das ist schon okay so, bei solchen Dingen kann ich dann auch problemlos tolerant sein.
Weniger tolerant ist übrigens meine Nachbarin bei diesem Thema, die eine annähernd gleichaltrige Tochter hat. Sie dachte heute, sie müsste mich anblubbern, als sie meine Tochter sah. Ich hab sie reden lassen, hab gesagt, dass mir gefällt, wie meine Tochter sich kleidet und dass das für mich okay ist. Insgeheim musste ich ein wenig lächeln, weil mein Kind für die Tochter meiner Nachbarin kürzlich auch deutliche Worte fand und "nuttig" dabei noch das Harmlosestes war *gg*
goldfederchen - 2. Jan, 17:23
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Es gibt nichts auf dieser Welt, dass ich mehr liebe als meine Kinder (mich selber eingeschlossen). Ich bin für sie mehr als bereit, Kompromisse einzugehen, die ich sonst weit von mir gewiesen hätte, ich habe Dinge mit ihnen ertragen, von denen ich nicht einmal ahnte, dass ich sie ertragen könnte. Ich wünsche mir für sie alles Glück dieser Welt und würde dafür auf meinen eigenen Anteil mit Freude verzichten.
Trotzdem bin ich keine Glucke, meine Kinder sind klug, selbstbewusst, verlässlich und selbstständig. Sie können Waschmaschine, Wäschetrockner und Spülmaschine bedienen. Sie können einkaufen, kochen und Fenster putzen. Sie können Probleme erkennen und finden meistens auch einen Weg, mit ihnen umzugehen. Ich hoffe, sie sind gerüstet für das Leben, dass vor ihnen liegt.
Aber ich habe wohl nichts so sehr vergeigt wie meine Kinder.
goldfederchen - 20. Dez, 09:46
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... sind ein ewiger Quell der Freude. Derzeit überspannt gerade meine Tochter mal wieder heftigst den Bogen - und wundert sich, dass das auf einmal Konsequenzen für sie hat. Gestern kullerten dicke Krokodilstränen, Mama ließ sich leider nicht erweichen. Tja, mein Kind, erwachsen werden ist nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen. Manchmal muss man auch Niederlagen einstecken.
Schade ist es trotzdem. In den vergangenen Monaten hatten wir echt ein tolles Verhältnis und es lief richtig gut. Hoffentlich ist das jetzt nicht für länger vorbei. Und so konsequent biestig zu bleiben ist auch für mich nicht eben leicht *seufz*
goldfederchen - 19. Nov, 10:37
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Heute früh hörte ich einige Zeit nachdem sich mein Sohn mit dem Fahrrad auf den Weg zur Schule gemacht hatte, das Geheule eines Rettungswagen. Wie jedes Mal, wenn das in dieser Kombination passiert, zog sich mein Magen vor Angst zusammen.
Ob eine Mutter jemals aufhören kann, sich um ihre Kinder zu sorgen?
goldfederchen - 15. Okt, 09:16
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