Job

Freitag, 27. Juni 2008

Kalte Intelligenz

"Wenn man heute beruflich weiterkommen will", sagte mir mal ein Kollege, "muss man intelligent sein. Und eiskalt." Stimmt. In meiner beruflichen Welt regiert gerade Skrupellosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Ignoranz. Eine Direktorin bezeichnet in der Öffentlichkeit ihre Mitarbeiter als "vollkommen unfähig" und als "Kostenstellen mit zwei Ohren". Anerkennung für geleistete Arbeit? Fehlanzeige. Einfühlungsvermögen? Keineswegs.

Ich bin echt erschrocken, wie kalt der Wind ist, der uns gerade um die Ohren weht.
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Montag, 23. Juni 2008

Klebrig

Heute früh ist mir beim Frühstück der Honigtopf umgefallen. Und genauso zäh und klebrig wie der Honig auf dem Tisch war heute der (Arbeits-)Tag. Himmel, bin ich froh, dass der in ein paar Minuten beendet ist....
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Donnerstag, 12. Juni 2008

Das fehlende Puzzleteil

Seit knapp 7 Jahren arbeite ich jetzt in dem gleichen Unternehmen. Die ersten Jahre war das alles problemlos. Ich machte rasant Karriere, was ich eigentlich gar nicht angestrebt hatte. Die Arbeit ist interessant, abwechslungsreich und passt auch zu mir.
Irgendwann fing es dann an, dass die Stimmung innerhalb des Hauses immer schlechter wurde. Es gab Streit, Geschrei, knallende Türen. Nicht in meinem Bereich, aber natürlich erfuhren wir davon. Überlastungsanzeigen, Tränen und Frust ohne Ende.
Dann kündigte vor gut zwei Jahren meine direkte Vorgesetzte. Für mich kam das nicht überraschend, für die meisten Anderen wohl schon. Sie war eine sehr dominante Persönlichkeit, mit ungeheurem Fachwissen, aber wenig umgänglich. Zu Anfang war Erleichterung spürbar und die Hoffnung, das Betriebsklima würde sich wieder verbessern. Erst nach einem Jahr wurde die Stelle neu besetzt, branchenfremd.
Das war nicht die einzige Personalentscheidung, die nicht nur bei mir Befremden hervorrief. Auch andere Schlüsselpositionen wurden nicht mit Fachpersonal besetzt. Inzwischen scheint es, als hätte das System.
Wenn man mittendrin steckt in solch einer Geschichte, dann fängt man irgendwann an zu überlegen, wo das Unternehmen hin will. Die Chefin ist sehr eigenwillig. Hochintelligent, aber eiskalt. Sie geht, wenn es sein muss, über Leichen. Gnadenlos. Und sie verfolgt langfristige Ziele.
Bisher sah für mich alles so aus, als hätte sie vor, das Unternehmen gegen die Wand zu fahren. Nur einen Grund dafür fand ich nicht. Sie genießt internationales Ansehen, auch ihr guter Ruf stände doch dann auf dem Spiel.
Gestern sprach ich mit einem Kollegen, der schon viel länger dort arbeitet als ich. Und er lieferte dann völlig zufällig im Gespräch das fehlende Puzzleteil. Jetzt weiß ich, wohin der Weg führt. Alles passt auf einmal wieder zusammen und alles ergibt einen Sinn. Ein Stück weit bin ich erleichert, weil ich wieder Einzelteile zu einem Ganzen zusammen fügen konnte.

Aber glücklich bin ich mit diesem Wissen nicht. Da kommen noch harte Zeiten auf uns zu - es gilt auch bei sommerliche Hitze sich warm anzuziehen.
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Dienstag, 25. März 2008

Morgääähnn

Dieser Dienstag erwischt mich müde. Obwohl ich eigentlich genügend geschlafen habe - vermutlich zu viel für meine Verhältnisse - und auch schon eine ganze Menge erledigt habe. Die Fahrt zur Arbeit war mühsam, im dichten Schneetreiben fast die kompletten 40 km. Kaum angekommen, hörte es erwartungsgemäß auf zu schneien. Inzwischen scheint die Sonne. Das hätte gerne andersrum sein dürfen ... na ja, egal.

Bei der Arbeit erwartet mich jetzt ein wilde Räumaktion, ein überfülltes Mailpostfach und viel zu viel Werbung....

Eigentlich möchte ich lieber wieder ins Bett....
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Freitag, 22. Februar 2008

Es passt nicht - von Selbstdarstellung und anderen Sichtweisen

Das Gespräch heute früh hatte absolut nichts mit meinen Befürchtungen zu tun. Es ging um ein völlig anderes, überraschendes Thema, dass mich etwas überrascht darüber zurückließ, wie meine Person in diesem Haus eingeschätzt wird. Warum passt das nur immer nicht zu dem Bild, dass ich selber von mir habe?

Ansonsten gab es noch eine weitere Information an einer ganz anderen Stelle, die mich auch mächtig überrascht hat. Und die meine Entscheidung für den "jetzigen" Beruf im Nachhinein noch einmal bestätigt.

Ein merkwürdiger Tag ...
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Mittwoch, 6. Februar 2008

Grummel

Heute Vormittag hatten wir eine lange, schwierige Sitzung mit dem neuen Besen, der noch gar nicht so recht kehren mag. Wir haben uns ausgesprochen, aber es bleibt ein schales Gefühl zurück, weil wie so oft, viel zu vieles einfach abgewiegelt wurde. Natürlich geht es bei uns nicht um Leben und Tod, aber konzeptionsloses Arbeiten macht eben auf Dauer auch keinen richtigen Spaß. Mal schauen, wie es jetzt weiter geht.

Für das, was ich eigentlich noch geplant hatte für den Vormittag blieb dann nur leider keine Zeit mehr. Schade, so bin ich unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Und weil das das Highlight des Tages gewesen wäre, bin ich nun einigermaßen unzufrieden. Ich habe noch keine Idee, wie ich das jetzt wieder in den Griff kriegen soll. Vielleicht versuche ich es jetzt erst mal mit einem Cappuccino und suche mir dann eine mehr oder weniger sinnreiche Beschäftigung. Der Tag wird schon irgendwie rumgehen.
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Mittwoch, 23. Januar 2008

Konfliktbewältigung und Kommunikation

Das ist der Titel der Fortbildung, die mich heute erwartet. Oder sollte ich besser sagen des Vortrages? Meine Motivation ist irgendwo am unteren Ende der Scala angesiedelt, zu diesem Thema habe ich schon viel gelernt.
Und aus der Praxis habe ich gelernt, dass es manchmal aber auch die ungewöhnlichen Wege sind, die uns zeigen, wie Konflikte gelöst werden können. Das Kommunikation dabei eine wichtige Rolle spielt, ist unbestritten. Aber auch ein Überraschungseffekt und die Erfüllung eines (fast) geheimen Wunsches kann manchmal dazu beitragen, dass sich Konflikte in Rauch auflösen. So ist es mir mit einem Kollegen und Mitarbeiter ergangen - und ich hatte davor das ungute Gefühl, dass wir unsere Konflikte niemals in den Griff kriegen würden. Nun sind wir keine Freunde geworden, aber wir arbeiten jetzt hervorragend zusammen und das ist auch für unsere Kunden spürbar. Ich bin selten stolz auf mich, aber da habe ich tatsächlich mal die richtige Idee gehabt.
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Freitag, 18. Januar 2008

Geschafft

Der gefürchtete Termin liegt hinter mir - und war völlig harmlos. Letztendlich war es fast ein Motivationsgespräch, in einer schwierigen Lage nicht aufzugeben, sondern die Veränderungen zu suchen. Für alles, was ich überlegt hatte, bekam ich Rückendeckung von der Geschäftsleitung und volle Unterstützung, sogar finanzielle in finanziell schwierigen Zeiten. Nun kommt ein Riesenberg Arbeit auf uns zu und noch einmal eine völlig Umstrukturierung - und dann sehen wir weiter. Wir stehen immer noch wieder zur Diskussion, aber dieses Mal geht die Diskussion in eine Richtung, die mir wesentlich besser gefällt - und in die, die auch Sinn machen würde.
Fazit: ein erfreuliches Gespräch - und keine Schuldzuweisung.
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Donnerstag, 17. Januar 2008

Mir ist mulmig

Morgen ist nun endlich das gefürchtete Gespräch. Ich habe alle relevanten Unterlagen beisammen und fand dabei schon sehr aufschlussreiche Informationen über das Umfeld. Da muss ich mich nicht mehr wundern. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das auch die Geschäftsleitung so sieht.
Ich habe mir nichts vorzuwerfen, aber grundsätzlich auch kein Problem damit, meinen Job zur Verfügung zu stellen. Manchmal wäre mir durchaus eine ruhigere Position mit weniger Verantwortung lieber *seufz*. Um meinen Arbeitsplatz muss ich nicht fürchten.
Trotzdem habe ich ein komisches Gefühl im Magen, weil ich so gar nicht einschätzen kann, wie man mir gegenüber treten wird. Das ist leider auch immer noch von der Tagesform der beteiligten Personen abhängig. Und wenn es etwas gibt, womit ich überhaupt und in keinster Weise zurecht komme, dann sind das launische Menschen.
Wird schon schief gehen ...
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Montag, 14. Januar 2008

Chaos

Eine einstündige Fortbildung zog sich heute morgen auf fast drei Stunden. Nun laufe ich meinem Tagespensum hinterher und habe notgedrungen schon einige Dinge auf die nächste Woche verschoben - wenn ich nicht Überstunden machen möchte dieser Tage.
Das Wochenende war wunderbar, nur leider wie immer viel zu kurz. Schade, dass die zwei freien Tage immer so viel schneller vergehen als die Arbeitstage. Gerecht ist das irgendwie nicht ;-)

So, ran an die Stapel.
Habt einen schönen Tag!
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Lieber Gott, schenk mir Geduld. Sofort.

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