Überlegungen
Nachdem ich mich ja nun endlich zur Trennung vom Göttergatten im nächsten Jahr durchgerungen habe, mache ich mir natürlich um alles und jedes Gedanken. Hauptsächlich im Augenblick um die finanziellen Geschichten.
Als ich vergangene Woche die erste Bettwäsche für meinen neu zu gründenden Hausstand gekauft habe, habe ich noch lange mit mir gerungen, ob das wohl moralisch in Ordnung geht. Nach einer Weile überlegen ging mir dann aber auf, dass ich ja selber auch arbeite und so zum Haushaltseinkommen beitrage. Was ich letztlich mit meinem Geld mache, ist meine Sache, auch wenn alles in einen gemeinsamen Topf fließt. Seitdem ist das mit dem schlechten Gewissen vorbei.
Und nun sitze ich hier und überlege, was für Kosten ich berücksichtigen muss, wenn ich von hier fortgehe. Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Telefon und Internet, Rundfunkgebühren, und nicht zu vergessen, die Fahrtkosten zur Arbeit. Dabei ist mir immerhin schon mal klar geworden, dass ich mir das Auto vermutlich nicht leisten kann. Vielleicht ginge es, wenn es bezahlt wäre - ist es aber nicht. Und ein bisschen zwickt mich das, weil mich die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast zwei Stunden täglich zusätzlich kosten wird. Wenn ich dann noch überlege, aus meiner Dreiviertelstelle eine Vollzeitstelle zu machen (so sich das überhaupt irgendwann realisieren lässt im öffentlichen Dienst), kommen noch einmal zwei Stunden am Tag dazu. Dann brauche ich in der Wohnung eigentlich keine Möbel mehr, nur noch ein Bett.
Und dann ist immer noch fraglich, ob das Geld am Ende reicht, dass ich zur Verfügung habe. Und wenn es meiner Überzeugung nicht so grundsätzlich zuwider laufen würde, könnte ich fast verstehen, warum es Menschen gibt, die lieber von Hartz IV leben statt arbeiten zu gehen. Es könnte auch für mich unterm Strich dabei rauskommen, dass ich dann mehr Geld hätte.
Na ja, ein bisschen was hätte ich ja zuzusetzen, und so die nächsten dreißig Jahre kann ein Mensch ja auch von Steinsuppe und Leitungswasser leben.
Als ich vergangene Woche die erste Bettwäsche für meinen neu zu gründenden Hausstand gekauft habe, habe ich noch lange mit mir gerungen, ob das wohl moralisch in Ordnung geht. Nach einer Weile überlegen ging mir dann aber auf, dass ich ja selber auch arbeite und so zum Haushaltseinkommen beitrage. Was ich letztlich mit meinem Geld mache, ist meine Sache, auch wenn alles in einen gemeinsamen Topf fließt. Seitdem ist das mit dem schlechten Gewissen vorbei.
Und nun sitze ich hier und überlege, was für Kosten ich berücksichtigen muss, wenn ich von hier fortgehe. Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Telefon und Internet, Rundfunkgebühren, und nicht zu vergessen, die Fahrtkosten zur Arbeit. Dabei ist mir immerhin schon mal klar geworden, dass ich mir das Auto vermutlich nicht leisten kann. Vielleicht ginge es, wenn es bezahlt wäre - ist es aber nicht. Und ein bisschen zwickt mich das, weil mich die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast zwei Stunden täglich zusätzlich kosten wird. Wenn ich dann noch überlege, aus meiner Dreiviertelstelle eine Vollzeitstelle zu machen (so sich das überhaupt irgendwann realisieren lässt im öffentlichen Dienst), kommen noch einmal zwei Stunden am Tag dazu. Dann brauche ich in der Wohnung eigentlich keine Möbel mehr, nur noch ein Bett.
Und dann ist immer noch fraglich, ob das Geld am Ende reicht, dass ich zur Verfügung habe. Und wenn es meiner Überzeugung nicht so grundsätzlich zuwider laufen würde, könnte ich fast verstehen, warum es Menschen gibt, die lieber von Hartz IV leben statt arbeiten zu gehen. Es könnte auch für mich unterm Strich dabei rauskommen, dass ich dann mehr Geld hätte.
Na ja, ein bisschen was hätte ich ja zuzusetzen, und so die nächsten dreißig Jahre kann ein Mensch ja auch von Steinsuppe und Leitungswasser leben.
goldfederchen - 28. Mrz, 08:38
8 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
227 mal gelesen
Herr B. - 28. Mrz, 09:01
Ich weiß, wovon Du schreibst, mache diese leidvollen Erfahrungen schließlich auch täglich. Letztlich darf man sich dann wohl nicht zu fein sein, die staatlichen Hilfen, die einem geboten werden, auch in Anspruch zu nehmen, wie z. B. Wohngeld. Mir wird es auch nicht erspart bleiben, so einen Antrag zu stellen, auch wenn es mir eigentlich gegen den Strich geht.
Du hast ja noch ein wenig Zeit, um Dir Gedanken zu machen und verschieden Möglichkeiten durchzuspielen. Was ist denn bsw. mit einer Wohnung, die näher an der Arbeit liegt?
Immerhin - ich werde mir Deinen Eintrag ausdrucken und Dich bei Bedarf daran erinnern. Denn so deutlich wie im ersten Satz ist Dir dieses Statement bisher selten aufs Papier oder über die Lippen gekommen ;-)
Du hast ja noch ein wenig Zeit, um Dir Gedanken zu machen und verschieden Möglichkeiten durchzuspielen. Was ist denn bsw. mit einer Wohnung, die näher an der Arbeit liegt?
Immerhin - ich werde mir Deinen Eintrag ausdrucken und Dich bei Bedarf daran erinnern. Denn so deutlich wie im ersten Satz ist Dir dieses Statement bisher selten aufs Papier oder über die Lippen gekommen ;-)
goldfederchen - 29. Mrz, 19:53
Ja, Du hast darüber geschrieben. Ich erinnere mich wohl.
Eine erste Berechnung, noch flüchtig allerdings und ohne zu wissen, was vom Gatten noch zu erwarten ist, ergab, dass das Geld alle ist, wenn ich Miete, Nebenkosten, Telefon, Rundfunkgebühren und Fahrtkosten bezahlt habe. Eine Weile könnte ich ja vielleicht durchhalten, wenn ich nur von Luft und Liebe lebe, aber auf Dauer?
Naja, ansonsten komme ich nach Berlin, stelle mich an den Alexanderplatz und bitte auch um eine "Kollekte für Verdreckte" *lach*
Eine erste Berechnung, noch flüchtig allerdings und ohne zu wissen, was vom Gatten noch zu erwarten ist, ergab, dass das Geld alle ist, wenn ich Miete, Nebenkosten, Telefon, Rundfunkgebühren und Fahrtkosten bezahlt habe. Eine Weile könnte ich ja vielleicht durchhalten, wenn ich nur von Luft und Liebe lebe, aber auf Dauer?
Naja, ansonsten komme ich nach Berlin, stelle mich an den Alexanderplatz und bitte auch um eine "Kollekte für Verdreckte" *lach*
Herr B. - 29. Mrz, 19:57
Auch eine gute Idee. Ich komme sicherlich mal vorbei ;-)
Aber im Ernst: Es wird gehen, notfalls mit Hilfe des Staates. Aber es wäre furchtbar, wenn Dich dieser finanzielle Faktor abschrecken würde. Es gibt einen Weg, auch für Dich!
Aber im Ernst: Es wird gehen, notfalls mit Hilfe des Staates. Aber es wäre furchtbar, wenn Dich dieser finanzielle Faktor abschrecken würde. Es gibt einen Weg, auch für Dich!
goldfederchen - 29. Mrz, 20:13
Super. Das rechne ich Dir hoch an *gg*
Nein, das schreckt mich nicht, es beschäftigt mich nur. Ich bin nicht so übermäßig anspruchsvoll, ich kann durchaus mit wenig Geld auskommen.
Und das mit den Hilfen vom Staat: Dafür verdient unsereins doch immer genau 5 Euro zuviel. Ich glaube jedenfalls nicht, dass von dort nur eine müde Mark zu erwarten ist.
Nein, das schreckt mich nicht, es beschäftigt mich nur. Ich bin nicht so übermäßig anspruchsvoll, ich kann durchaus mit wenig Geld auskommen.
Und das mit den Hilfen vom Staat: Dafür verdient unsereins doch immer genau 5 Euro zuviel. Ich glaube jedenfalls nicht, dass von dort nur eine müde Mark zu erwarten ist.
ange_du_soleil - 28. Mrz, 17:51
Ja ...und was ist mit den ganzen positiven Dingen dabei???
Kein Stress mehr - keinen emotionalen Stress!
Kein Stress mehr - keinen emotionalen Stress!
goldfederchen - 29. Mrz, 19:54
Das ist mit Sicherheit ein ganz wichtiger Faktor, und diese Eintrag bedeutet auch nicht, dass ich von meinem Entschluss abrücke. Aber ich mache mir halt so meine Gedanken ...
Für weiteren emotionalen Stress wird allerdings auch nach der Trennung noch mein Göttergatte sorgen, daran zweifele ich nicht.
Für weiteren emotionalen Stress wird allerdings auch nach der Trennung noch mein Göttergatte sorgen, daran zweifele ich nicht.
ange_du_soleil - 31. Mrz, 16:39
tja ...das ist leider manchmal so!
goldfederchen - 31. Mrz, 18:03
Ja, leider ist das so. Ich weiß aber darum - und deswegen verläuft die Trennung so, wie ich es für richtig halte. Und ich vertraue darauf, dass die Kinder früher oder später merken, wo die Wahrheit liegt. Wobei es schon klar ist, dass es die EINE Wahrheit nicht geben kann und wird.




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