Kleinkram-Sonntag
Diesen trübseligen, dunklen Adventssonntag habe ich mit Kleinkram zugebracht. Knöpfe annähen, Nähte schließen, Schubladen aufräumen, lauter solches Zeugs. Dabei habe ich einiges weggeschafft, die erhoffte Befriedigung allerdings ist ausgeblieben.
Einziger Lichtblick des Tages: eine lange, sehr liebevolle Mail vom Liebsten, mit dem es in der letzten Zeit durch die lange Trennung zu einigem Stress kam. Es wird allerallerallerhöchste Zeit für ein Wiedersehen, aber noch muss ich wohl geduldig sein. Und je unrunder es insgesamt läuft, desto ungeduldiger werde ich. Schließlich war Geduld ohnehin noch nie meine Königsdisziplin, jedenfalls nicht diese Form der Geduld. Und mir fehlen einfach seine Streicheleinheiten, seine Wärme, sein Lachen. An solchen Tagen spürt man die Kälte zu Hause und die Einsamkeit ungleich viel stärker als sonst.
Einziger Lichtblick des Tages: eine lange, sehr liebevolle Mail vom Liebsten, mit dem es in der letzten Zeit durch die lange Trennung zu einigem Stress kam. Es wird allerallerallerhöchste Zeit für ein Wiedersehen, aber noch muss ich wohl geduldig sein. Und je unrunder es insgesamt läuft, desto ungeduldiger werde ich. Schließlich war Geduld ohnehin noch nie meine Königsdisziplin, jedenfalls nicht diese Form der Geduld. Und mir fehlen einfach seine Streicheleinheiten, seine Wärme, sein Lachen. An solchen Tagen spürt man die Kälte zu Hause und die Einsamkeit ungleich viel stärker als sonst.
goldfederchen - 23. Dez, 16:56
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Herr B. - 24. Dez, 12:56
Aber die Mail sollte Dir, auch und gerade an solchen Tagen, ein wenig Kraft geben und auch wieder Erinnerung daran sein, dass Du noch ein Ziel hast ...
goldfederchen - 26. Dez, 09:30
Das tut sie auch. Nur mit dem Ziel bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher ...
Herr B. - 26. Dez, 09:35
Und woher kommen jetzt die Zweifel? Du klangst doch optimistisch ...
goldfederchen - 26. Dez, 09:46
Ich habe einfach das Gefühl, dass es uns nicht gelingen wird, einem gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu finden.
Herr B. - 26. Dez, 09:50
Das stelle ich mir bei Euch auch als größtes Problem vor. Wenn jeder in seiner Umgebung- aus welchen Gründen auch immer - verhaftet ist, dann ist so eine Fernbeziehung früher oder später wohl zum Scheitern verurteilt.
Könntest Du Dir denn vorstellen, weiter südlich noch mal neu anzufangen?
Könntest Du Dir denn vorstellen, weiter südlich noch mal neu anzufangen?
goldfederchen - 26. Dez, 09:57
Für mich wäre das kein Problem, sofern ich eine neue Arbeitsstelle finde. Ich bin nirgendwo wirklich verwurzelt und will das auch nicht. In der Stadt, in der ich jetzt lebe, fühle ich mich ohnehin nicht wohl. Wenn sich zum richtigen Zeitpunkt eine Alternative bietet, bin ich hier weg, ganz egal, wo ich dann landen werde.
Für den Liebsten ist halt auch nicht klar, wo er mal wirklich seßhaft wird, und das macht die Situation so schwierig. Der Arbeitsmarkt, wo auch immer, wartet nicht wirklich dringend gerade auf mich, fürchte ich. Und abhängig werde ich mich nie wieder von jemandem machen.
Für den Liebsten ist halt auch nicht klar, wo er mal wirklich seßhaft wird, und das macht die Situation so schwierig. Der Arbeitsmarkt, wo auch immer, wartet nicht wirklich dringend gerade auf mich, fürchte ich. Und abhängig werde ich mich nie wieder von jemandem machen.
Herr B. - 26. Dez, 10:01
Nein, das wäre auch das Letzte, wozu ich Dir raten würde. Ich verstehe die Schwierigkeit durchaus. Gibt es denn für ihn Gründe, die ihn auf Dauer halten? Ist es letztlich egal, wo er (k)eine Stelle bekommt?
goldfederchen - 26. Dez, 19:32
Es hält ihn jetzt erst einmal das Studium die nächsten vier Jahre fest in seiner Stadt. Und danach werden wir weiter sehen, ich denke, dass er sich dann seinem Arbeitgeber gegenüber erst einmal verpflichten muss. Und wie es für mich beruflich im wilden Osten aussieht, brauche ich Dir ja wohl nicht zu sagen, oder?
Herr B. - 27. Dez, 07:13
Nein ... Aber würdest Du denn Deine Fühler trotzdem mal ausstrecken und schauen, ob sich was findet?




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