Zerrissen
Immer am Ende eines Jahres habe ich zurück geblickt auf das abgelaufene Jahr und mir gesagt, viel schlimmer kann es kaum noch kommen. Meistens habe ich mich dann trotzdem nicht getraut, weit in die Zukunft zu sehen.
Dieses Jahr habe ich mit dem Vorsatz begonnen, dass es besser werden muss, als all die schweren vergangenen Jahre.
Nun haben wir unterdessen Mai und dieses Jahr steckt so voller Überraschungen der bösen Art, dass ich schon wieder anfange, nur noch zu Boden zu schauen und zu hoffen, dass ich mich irgendwie unbeschadet durch den Tag mogeln kann. Wenn ich mich ganz leise und unauffällig verhalte, merkt das Leben vielleicht nicht, dass es mir doch mal wieder einen reinwürgen könnte.
Leider verträgt sich das nicht mit meinem rebellischen Geist. Und im Augenblick wäre mir nach wüten und schreien und toben. So, wie ich es noch nie gemacht habe in meinem Leben. Und mir ist danach, schreiend und tobend endlich mal jenes Glück und jene Liebe einzufordern, von der ich glaube, dass ich ein Recht darauf habe nach all diesen verdammten Jahren. Dann aber erschrecke ich vor meinen eigenen Gefühlen und denke daran, dass jeder im Leben das bekommt, was ihm zusteht. Vielleicht habe ich kein Recht, mehr zu fordern von diesem Leben. Dann zieht es mich zurück in mein Schneckenhaus und ich schweige und wende mich mehr und mehr ab von dem Leben - und vor allem von den Menschen.
Nein, ich bin eigentlich nicht traurig, es geht mir im Gegenteil sogar recht gut. Ich bin wütend, sehr wütend - und das macht mich nachdenklich.
Dieses Jahr habe ich mit dem Vorsatz begonnen, dass es besser werden muss, als all die schweren vergangenen Jahre.
Nun haben wir unterdessen Mai und dieses Jahr steckt so voller Überraschungen der bösen Art, dass ich schon wieder anfange, nur noch zu Boden zu schauen und zu hoffen, dass ich mich irgendwie unbeschadet durch den Tag mogeln kann. Wenn ich mich ganz leise und unauffällig verhalte, merkt das Leben vielleicht nicht, dass es mir doch mal wieder einen reinwürgen könnte.
Leider verträgt sich das nicht mit meinem rebellischen Geist. Und im Augenblick wäre mir nach wüten und schreien und toben. So, wie ich es noch nie gemacht habe in meinem Leben. Und mir ist danach, schreiend und tobend endlich mal jenes Glück und jene Liebe einzufordern, von der ich glaube, dass ich ein Recht darauf habe nach all diesen verdammten Jahren. Dann aber erschrecke ich vor meinen eigenen Gefühlen und denke daran, dass jeder im Leben das bekommt, was ihm zusteht. Vielleicht habe ich kein Recht, mehr zu fordern von diesem Leben. Dann zieht es mich zurück in mein Schneckenhaus und ich schweige und wende mich mehr und mehr ab von dem Leben - und vor allem von den Menschen.
Nein, ich bin eigentlich nicht traurig, es geht mir im Gegenteil sogar recht gut. Ich bin wütend, sehr wütend - und das macht mich nachdenklich.
goldfederchen - 9. Mai, 06:53
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